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  • AutorenbildSteffen Liebener

Wer nicht probiert, der nicht... Experimente wagen

Agilität ist keine Methodik, es ist eine Haltung

In unseren Projekten und bei unseren Beratungen kommen wir immer an den Punkt, wenn wir von Agilität sprechen und agilen Prozessen, dass auch es um Haltungen, um Werte und um "Mindset" geht. Hier kommen wir auch immer wieder mal an Grenzen des Verständnisses und des Verstehens, wenn das "Rollout- und Meilenstein-Denken" also ein eher lineares Denken noch geübt ist. Das ist für agiles Arbeiten nicht förderlich. Es braucht etwas anderes. Agilität bedeutet Mut zu zeigen, neue Wege auszuprobieren und Iterationen für den Weg zu gehen und nicht gleich den Weg komplett bis zum Ende planen. Vertrauen oder Agilität lassen sich nicht gemäß der üblichen Logik implementieren, sondern brauche iterative Wege mit Reflektionsschleifen. Ein Element, das hier gut unterstützen kann, ist eine Kultur von Experimenten und das Experiment als Praktik einzuführen.


Experimente als Mittel für neue Wege gehen

Experimente sind in verschiedensten Formen in unserem Leben etabliert. Wir haben davon aus dem Chemieunterricht oder in Laboren gehört oder es vielleicht in Erinnerung aus unserer Schulzeit. Experimente werden als zeitlich begrenzte Aktivitäten beschrieben, in denen Erfahrungen gemacht werden können. Diese Erfahrungen können für weitere Experimente genutzt werden oder zu festeren Ritualen und Prinzipien etabliert werden. Experimente werden im LESS Framewerk (LESS - Large Scale Scrum) als "Erfahrungswissen" beschrieben. Aus dem Erfahrungswissen der Experimente können die Guides, dann Frameworks and am Ende Prinzipien entstehen, wenn diese Experimente bzw. die Ergebnisse der Experimente einen Wert haben und wiederholbar scheinen (siehe Grafik).



Im Film und Buch "Musterbrecher" wird ebenfalls von Experimenten geredet. Hier werden Menschen und Organisationen befragt, die anders als die Mehrzahl von Unternehmen vorgehen und handeln und damit "Muster" brechen. Hier kommt dem Experiment ebenfalls die Bedeutung zu, was auszuprobieren, etwas neues zu wagen. Gleichzeitig wird bei allen gezeigten Beispielen klar, das das Experiment im besten Fall zu einem Prinzip werden kann ABER nicht muss. Es werden Erfahrungswerte gesammelt und diese können auch iterativ zu neuen Modellen, neuen Strukturen und neuen Prozessen führen. Für die Musterbrecher-Berater heißt es "Für uns steht fest: Experimente sind bei den sogenannten weichen Themen die klügeren Projekte und sinnvoller als jede Prozesslogik....Es sind andere Wege gefragt, auch weil sich in der Flut von Initiativen und Programmen bei Führungskräften und Mitarbeitenden ein Übersättigungseffekt eingestellt hat." Das trifft es ganz gut...Experimente fördern und laden ein, neue Wege und zu denken und den Weg auch praktisch zu gehen.


Was heißt das jetzt konkreter für den agilen Alltag?

Das kann sich vielfältig ausdrücken. Zunächst ist erst einmal aus unserer Erfahrung aus Kundenprojekten wichtig, dass Experiment als Wort und als Element von agilem Arbeiten einzuführen und zu etablieren und somit eine Haltung dazu zu entwickeln. Danach ist es wichtig zu überlegen, in welchen Teams, in welchen Projekten oder bei welchen Produkten Experimente angegangen werden sollen. Eine andere Herangehensweise ist, dass aus den Maßnahmen z.B. aus Retrospektiven auch Experimente entstehen können also nicht losgelöst sind "ja lass mal Experimente" machen, sondern in den Fluss eines Teams oder eines Projektes eingebettet werden. Und je nachdem wie die Experimente aufgehangen sind, werden die Experimente durchgeführt, reflektiert und bewertet.

In einem von unserer Kundenprojekten und einem Team von Teamleitern haben wir es so beraten und begleitet:

  • Einführung Konzept, Praktik des Experiments (auch mit dem Hinweis auf den Musterbrecher-Film und -Projekt)

  • Brainstorming zu möglichen Projekten bezüglich der Ziele, die sich die Teamleiter gemeinsam für ihre Zusammenarbeit vorgenommen haben - Fragestellung: "Welche Experimente können / werden uns helfen, unsere Ziele zu erreichen oder zumindest unterstützen zu erreichen?"

  • Diskussion, Verständnisklärung und Clustern der Experimente

  • Bewertung & Priorisierung nach Wichtigkeit & Dringlichkeit (auch in Bezug zu den Zielen)

  • Einführung eines Experimente Board (KANBAN Board) als Element der Planung und Überprüfung

Der Teamleiter sind da sehr gut mitgegangen und die Idee, dass ein Experiment auch schief gehen oder wieder verworfen werden kann setzt Motivation und Kreativität frei - so zumindest unsere Beobachtungen. Daher sind wir von stepitup Fans von Experimenten geworden und nutzen das auch für uns selbst.


Was denkst du über Experimente? Willst du mit unserer Hilfe das in deinem Alltag ausprobieren und einsetzen? Dann kontaktiere uns oder buche unverbindlich einen Beratungstermin mit uns. Wir freuen uns auf dich und deine Experimente.


Pst ... Wenn du aus Berlin bist und gern regelmäßig neue Methoden und Tools lernen und ausprobieren möchtest, dann ist vielleicht der Agile Salon etwas für dich.






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